default_mobilelogo

Kontakt

Prof. Dr. Franz Ruppert

Englmannstr. 2 (2. OG)

D-81673 München

Telefon  +49 (0) 170 7348434

professor@franz-ruppert.de

For information about my activities
in different countries
please use the flag menu.

Information in English

Submit to FacebookSubmit to Google PlusSubmit to TwitterSubmit to LinkedIn

Derzeit arbeite ich mit der Anliegenmethode auf dem Hintergrund der Identitätsorientierten Psychotraumatheorie (IoPT) in Gruppen folgendermaßen:

- Wer eine eigene Arbeit für sich machen möchte, überlegt sich ein "Anliegen". Das können ein Satz, ein Satzfragment oder einzelne Worte sein, gegebenenfalls auch ein Bild oder eine Zeichnung.

- Dies schreibt bzw. malt der Anliegeneinbringer dann auf ein Whiteboard.

- Das Anliegen kann maximal 5 Elemente enthalten.

- Die Anliegeneinbringerin wählt dann für alle Elemente des Anliegens Resonanzgeber aus und gibt dann das Startzeichen für den Aufstellungsprozess.

- Ohne zu sprechen finden die Stellvertreter die Grundstruktur und -dynamik des Anliegens heraus.

- Dann begleite ich den Anliegeneinbringer zu den einzelnen Resonanzgebern. Er bekommt von diesen die Essenz ihrer Erfahrung in der Resonanz mitgeteilt. Die Anliegeneinbringerin kann mit den Resonanzgebern Dialoge führen.

Ich begleite diesen Prozess aufgrund meines Wissens und meiner Erfahrungen.

Auf diese Weise ergibt sich ein differenziertes Bild der psychischen Struktur des Menschen, der für sich arbeitet. Es werden in der Regel seine gesunden psychischen Anteile ebenso sichtbar wie seine traumatisierten Anteile und seine Trauma-Überlebensstrategien. Das Anliegen spiegelt oft einen Ausschnitt aus der Traumabiografie der aufstellenden Person wieder.

Je nach Anliegen kann er in tiefe emotionale Prozesse kommen oder auf einer eher kognitiven Ebene neue Erkenntnisse und Einsichten über sich selbst gewinnen.

Die Anliegenmethode gewährleistet, dass durch die therapeutische Arbeit keine Retraumatisierungen stattfinden und die betreffende Person in dem ihr angemessenen Tempo selbstbestimmte Entwicklungsschritte machen kann.

 

 

Auch bei Einzelsitzungen steht das Anliegen im Mittelpunkt.

Für die einzelnen Worte werden Platzhalter genommen, auf die sich die betreffende Person stellt, um neue Einsichten über die eigene Traumabiografie in Erfahrung zu bringen.

 

E-Mail Anfrage an mich

Gesendet: Freitag, 11. Mai 2018 09:55

An: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Betreff: Frage zum Begriff Anliegensatzaufstellungen

Sehr geehrter Herr Professor Dr. Ruppert,

ich bin Heilpraktikerin für Psychotherapie und leite seit Jahren Familienaufstellungen. Ihre Weiterentwicklung der Anliegenaufstellung zur Selbstbegegnung mit dem Anliegensatz habe ich mit großem Interesse eingehend verfolgt.

Kürzlich habe ich selbst Aufstellungen zur Selbstbegegnung mit dem Anliegensatz geleitet. Jetzt zu meiner Frage: Darf ich mich auf Sie beziehen, wenn ich solche Aufstellungen anbiete? Zum Beispiel: Anliegensatzaufstellung in Anlehnung an die Methode von Professor Dr. Franz Ruppert?

Eine Ausbildung bei Ihnen habe ich nicht besucht. Die nächsten freien Plätze für weibliche Bewerber gibt es erst in 2021.

Ist der Begriff Anliegen-Satz-Aufstellung rechtlich geschützt? Oder auch Selbstbegegnung mit Hilfe des Anliegensatzes?

Darf ich diesen Begriff bzw. diese Formulierung auf meiner Homepage und auf Flyern verwenden?

Vielen Dank für Ihre Auskunft

Meine Antwort darauf am 14. Mai 2018

Sehr geehrte Frau Kollegin,

vielen Dank für Ihre Anfrage und ihr großes Interesse an meiner therapeutischen Arbeit. Die Identitätsorientierte Psychotraumatherapie (IoPT) fußt auf der Identitätsorientierten Psychotraumatheorie (IoPT). Aus dieser ergeben sich die Therapieziele, die dann über die Anliegenmethode zu erreichen versucht werden. Die Anliegenmethode wird praktisch umgesetzt über Interaktionsprozesse zwischen den Anliegen-Einbringern und Personen, die mit den Anteilen des Anliegens in Resonanz gehen.

Da ich selbst vor vielen Jahren mit Familienaufstellungen zu arbeiten begonnen hatte, verwende ich zuweilen noch den Begriff „Aufstellungen“. Mit Familienaufstellungen hat meine Arbeit allerdings seit langem nichts mehr zu tun. Bei meiner Arbeit steht nicht „die Familie“ oder „das System“ im Fokus, sondern die Identitätsentwicklung des einzelnen Menschen.

Es ist daher nicht ratsam, meine Methode anzuwenden ohne über fundierte Kenntnisse der IoPT zu verfügen. Eine Teilnahme an einer nationalen oder internationalen Weiterbildung halte ich für unabdinglich, um praktisch mit der Anliegenmethode zu arbeiten. Ebenso ist die kontinuierliche Teilnahme an offenen und update-Seminaren von mir wichtig, um meine Therapiemethode seriös und verantwortungsvoll anzubieten.

Da ich auf die Einsicht der praktisch therapeutisch tätigen Kolleginnen und Kollegen vertraue, verzichte ich auf einen juristischen Schutz der von mir entwickelten Konzepte.

Da meine Weiterbildungskurse schon auf einige Jahre im Voraus ausgebucht sind, verweise ich gerne auf die Kolleginnen, die neben mir Weiterbildungen anbieten. In Deutschland sind das Dagmar Strauss (Au bei München), Birgit Assel (Betheln), Andrea Stoffers (Neuss) und Cordula Schulte (Essen). International werden Weiterbildungen von Vivian Broughton (London), Marta Thorsheim (Oslo), Diana Vasile (Bukarest), Margriet Wentink (Thiel) und Christine Foong (Singapore) angeboten. Die Kontaktdaten für diese Kolleginnen finden sich auf meiner Therapeuten-Empfehlungsliste. Aktuell gibt es auch weitere Angebote für deutschsprachige Weiterbildungen in IoPT, die hier zu finden sind.

Ich freue mich, wenn Sie ihre Kenntnisse über meine Arbeit vertiefen und auch für sich selbst weitere Erfahrungen damit sammeln.

Mit freundlichen Grüßen

Franz Ruppert

Verwendung von Cookies: Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.